"Daußen bleiben" (46 64875) ein Dokumentarfilm von Alexander Riedel

Deutscher Titel:        

Draußen bleiben

Produktionsland:      

Deutschland   

Erscheinungsjahr:    

2007

Länge (Pal-DVD):     

84 Minuten, Farbe

Originalsprache:      

Deutsch

 

 

 

 

Regie:                  

Alexander Riedel

Drehbuch:             

Alexander Riedel

Produktion:            

Bettina Timm

Montage:                 

Ulrike Tortora, Gaby Kull-Neujahr

Musik:                      

Klaus Burger, Matthias Schneider-Hollek

Kamera:             

Martin Farkas

 

Inhalt:
Der Dokumentarfilm DRAUSSEN BLEIBEN porträtiert zwei Freundinnen, die sich in einer Münchener Flüchtlingsunterkunft kennengelernt haben: Die sechzehnjährige Valentina, die mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder vor elf Jahren aus dem Kosovo geflohen ist und die siebzehnjährige Suli, die mit ihrer Familie sieben Jahre zuvor aus dem Nordwesten Chinas nach Deutschland kam. Während Valentinas Familie nie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat - sie war immer nur für zwei bis drei Monate geduldet -, wurden Suli, ihr Bruder und ihre Eltern, die der chinesischen Minderheit der Uiguren angehören, als politische Flüchtlinge anerkannt und konnten in eine eigene kleine Wohnung außerhalb der Stadt ziehen.

DRAUSSEN BLEIBEN ist das Thema des Films, das sich mit der Lebenswirklichkeit der beiden Freundinnen befasst, die Deutschland nicht oder nur unter strengen Bedingungen aufnehmen und die die deutsche Gesellschaft nicht integrieren will. DRAUSSEN BLEIBEN ist auch zu ihrem eigenen Leitmotiv geworden, denn draußen in der Stadt, in den U-Bahnhöfen und auf dem Bolzplatz sind Valentina und Suli nicht den engen Bedingungen des Flüchtlingsheimes ohne die geringste Chance auf Privatsphäre ausgesetzt. Dem Einfluss von Eltern, Brüdern, Nachbarn, Behörden und Lehrern entzogen, hängen sie mit den anderen Mädchen Diana, Yasmin und Layla ab oder spielen als „Harras Ladies", wie sie sich selbst nach einer U-Bahn-Station im Münchener Stadtteil Sendling nennen, Straßenfußball.

Der Film beobachtet die Teenagerinnen in Alltagssituationen, beim Essen, Schminken, Telefonieren, Chatten oder Ausgehen. Ihr Umgang miteinander ist nicht sensibel, weil das Zusammenleben im Flüchtlingsheim wenig Spielraum für Empfindsamkeit lässt. Auf dem Fußballplatz wird gerauft und kein Blatt vor den Mund genommen; „Du Missgeburt" ist noch eine der schwächeren Beschimpfungen. Valentina, den anderen an Energie und Freiheitsdrang weit überlegen und deshalb die unangefochtene Anführerin der Clique, hat auch die größte Klappe und macht selbst vor rassistischen Bemerkungen über den vermeintlichen Charakter der »Schwarzen« im Heim nicht halt, die ihre Freundin Diana zutiefst verletzen. Dennoch scheint das erzwungene Zusammenleben in der Unterkunft und draußen, das durch kulturelle und ethnische Unterschiede geprägt ist, mehr Toleranz hervorzubringen als anderswo in der Gesellschaft. 

Zusatzmaterialien:                       

didaktische Vorschläge
Arbeitsblätter
Kerncurricula, Kompetenzbereiche
Materialien